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Die Sozialdemokraten in Ramsen.

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Die Rheinpfalz 30. Januar 2012 :

Kommunales

Ein Macher und Visionär

NAchruf: Alt-Bürgermeister Otto Frambach ist im Alter von 72 Jahren gestorben

RAMSEN. Am Freitagabend verstarb Ramsens Altbürgermeister Otto Frambach im Alter von nur 72 Jahren. Von 1999 bis 2009 bekleidete der Visionär und Macher das Amt des Ortsbürgermeisters, brachte in dieser Zeit viele Projekte auf den Weg und sorgte für eine nachhaltige Entwicklung seiner Heimatgemeinde. Auch im Vereinsleben hat Frambach über Jahrzehnte viel geleistet, zuletzt vor allem als Erster Vorsitzender des AGTSV Ramsen.

Otto Frambach wurde am 3. Juli 1939 in Kirchheimbolanden geboren und kam durch seine Ehefrau nach Ramsen. Beruflich war er als Verwaltungs-Amtsrat bei der AOK tätig. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand begann er, sich politisch zu engagieren, schaffte es 1999 aus dem Stand, das Amt des Ortsbürgermeisters zu erringen. In Frambachs Amtszeit wurde im Jahr 2000 mit der Realisierung des Baugebietes Heugraben begonnen, das bereits mehr als 15 Jahre vorher erstmals geplant worden war.

Überhaupt lag ihm die nachhaltige Entwicklung Ramsens sehr am Herzen, weshalb er die Impulse gab, die Stumpfwaldgemeinde baulich weiter zu entwickeln. In seiner Amtszeit wurde das Baugebiet Staufer Straße geplant und verwirklicht, Frambach packte die Dorferneuerung an, sorgte mit Unterstützung des Gemeinderates dafür, dass sich im Ort nach vielen Jahren des Stillstandes etwas bewegte. Die Erneuerung des Klosterhofes, der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses oder die Umgestaltung des Marktplatzes waren Projekte, die er initiierte und bei denen er oft selbst die Schaufel und den Hammer in die Hand nahm, um sie zu verwirklichen. Ihm ist es zu verdanken, dass der Gedanke der Eigenleistung bei den politisch Verantwortlichen in Ramsen tief verwurzelt ist.

Frambach vertrat einen unspektakulären politischen Stil, ausgerichtet daran, Ziele konsequent zu realisieren, er setzte auf die Tat statt auf die Debatte, das zeichnete ihn aus.

Nach zehn Jahren Amtszeit verabschiedete er sich von der politischen Bühne. Als sein Nachfolger Norbert Bayer kurz nach seinem Amtsantritt starb, warf Frambach erneut den Hut in den Ring, zog die Kandidatur aber auf Grund zahlreicher Anfeindungen letztlich zurück.

Nach seinem Ausscheiden aus der Politik übernahm Frambach die vakante Führung des Sportvereins AGTSV. Auch hier legte er Hand an, sorgte für bauliche Veränderungen im Bereich der Vereinsgaststätte und der sanitären Anlagen, stets so, dass der Verein sich finanziell nicht zu sehr zur Decke strecken musste. Sein großes Ziel, die vereinseigene Halle zu sanieren, konnte er nur anstoßen.

Bekannt war Frambach über die Grenzen seiner Heimatgemeinde hinaus vor allem auch als Trainer im Judosport. Von 1981 bis 2003 führte er die Judoabteilung des Schützenvereins Ramsen und dessen Sportler zu großen Erfolgen. Über viele Jahre hinweg war er auch als Funktionär des Judoverbands tätig. Außerdem war Frambach Gründungsmitglied des Schützenvereins Ramsen, dem er von 1965 bis 1967 sogar als Vorsitzender diente. Er war im Kreistag, im Verbandsgemeinderat und auch im Presbyterium der evangelischen Kirche tätig.

Intensive Kontakte pflegte er zu Freunden im europäischen Ausland, nach Spanien und vor allem auch nach Ungarn, wo er den Grundstein für die Partnerschaft der fünf Orte im Nivegy-Tal mit Ramsen legte. (jös)

Info

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 1. Februar, um 14 Uhr in der Friedhofshalle in Ramsen statt.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.25
Datum: Montag, den 30. Januar 2012
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '8616927'
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