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Landespolitik

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„Uns bläst nicht jeder Windhauch um”
vor der wahl: Kurt Beck beschwört klassische SPD-Werte beim Auftritt in Eisenberg - Auch Naturkatastrophe in Japan Thema

EISENBERG. Kurt Beck versteht sein Handwerk als Wahlkämpfer: Bei seiner Rede vor den SPD-Anhängern gestern Abend im Evangelischen Gemeindehaus in Eisenberg traf er jenen Ton, den die Genossen so an ihm schätzen, und punktete insbesondere mit dem klassischen SPD-Thema soziale Gerechtigkeit.

Natürlich waren die Naturkatastrophe und die atomare Bedrohung in Japan die Themen, an denen an diesem Abend kein Weg vorbeiführte - bereits zu Beginn der Veranstaltung im gut gefüllten Gemeindehaus gab es eine Gedenkminute. Und natürlich nutzte der Ministerpräsident diese Steilvorlage, um ein Ende der Kernkraft zu fordern, auch wenn er beteuerte: „Wir wollen aufpassen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass vor dem Hintergrund der Katastrophe Parteipolitik gemacht wird.”

Neben diesen stilleren Tönen gab sich der Südpfälzer kämpferisch und einnehmend, wie man ihn kennt. Selbstverständlich fiel ihm zum Veranstaltungsort eine Anekdote ein: Bei einer früheren Rede habe ihm im Evangelischen Gemeindehaus einmal erkältungsbedingt nach wenigen Sätzen die Stimme versagt. Und selbstverständlich fand er auch augenzwinkernd eine Gemeinsamkeit zwischen sich und dem VG-Bürgermeisterkandidaten Bernd Frey: „Uns wird nicht jeder Windhauch umblasen. Das verbindet uns.”

„Nicht zufällig” sei er in Eisenberg, so Beck. Der Hauptsitz der AOK werde auch nach der geplanten Fusion mit der Innungskrankenkasse Südwest und der AOK im Saarland hier bleiben, verkündete der Ministerpräsident als Erfolg für die Region. Mit Blick auf ganz Rheinland-Pfalz verbuchte Beck die hohe Zahl an Betrieben und die niedrige Arbeitslosigkeit, besonders bei Jugendlichen, auf seiner Habenseite.

Wütend und von lautem Beifall begleitet geißelte Beck Finanzspekulationen und Lohndumping. Gerade junge Familien bräuchten finanzielle Sicherheit. Union und FDP warf er vor, die Lohnstruktur im Land zu unterminieren. Beim Thema Bildung versprach der SPD-Mann kleinere Klassen und stellte klar: „So lange ich diesen Job mache, wird es in Rheinland-Pfalz keine Studiengebühren geben.” Abwägender gab sich der Spitzenkandidat beim Thema Rente mit 67. Hier wünsche er sich flexiblere Lösungen. Eine „Gesellschaft des wirtschaftlichen Erfolgs, der sozialen Gerechtigkeit und der ökologischen Verantwortung” wolle er, fasste Beck sein Wahlprogramm noch einmal zusammen, bevor er sich mit dem Hinweis „Diesmal hat die Stimme gehalten” zum nächsten Termin verabschiedete.

Bevor der Stargast erschien, hatte bereits Ex-Bürgermeister Walter Brauer die Genossen in einer kleinen Talk-Runde mit seinem designierten Nachfolger Bernd Frey und Wahlkreis-Direktkandidatin Margit Conrad politisch eingestimmt. Auch Conrad forderte die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit und Ökologie, wobei der Donnersbergkreis auf einem guten Weg sei. Bei der Infrastruktur sei schon vieles umgesetzt. Trotzdem werde sie auch künftig „nicht die Straßen vergessen”. Für die Musik sorgte gestern der Eisenberger Spielmannszug. (zin)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.62
Datum: Dienstag, den 15. März 2011
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '7449438'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

Veröffentlicht am 15.03.2011
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