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Die Sozialdemokraten in Ramsen.

Die Rheinpfalz vom 19. November 2009 :

Kommunales


Schule im stetigen Wandel
EISENBERG: Frühere Hauptschule und jetzige Realschule plus feiert 40. Jubiläum im Kindchestal

Als vor 40 Jahren zu Beginn des Schuljahres 1969/70 die Schüler und Lehrer das neue Hauptschulgebäude im Kindchestal bezogen, dachte wohl niemand daran, wie viele Wandlungen die Schule durchlaufen sollte. Abgelöst durch die Duale Oberschule (DOS), folgte jüngst die Realschule plus und im kommenden Schuljahr wird die Integrierte Gesamtschule (IGS) den ersten Jahrgang aufnehmen. Am Freitag wird Geburtstag gefeiert.

Insbesondere das vergangene Jahrzehnt war reich an Veränderungen und Umstrukturierungen in der Eisenberger Schullandschaft. Aus der früheren Hauptschule wurde ab dem Schuljahr 2002/03 eine Duale Oberschule (DOS), die zunächst als Modellversuch eingerichtet wurde. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schulart sollte neben zusätzlichen Abschlussmöglichkeiten die Verknüpfung von theoretischem und praktischem Lernen eine praxisnähere Ausbildung der Schüler erreicht werden. Schulleiter Kurt Becker bezeichnete bei der Begrüßung der 106 neuen DOS-Schüler den Neubeginn mit einem erweiterten Lehrerkollegium als einen „historischen Moment für Eisenberg und Umgebung".

Nun steht wieder ein Einschnitt bevor: Ab dem kommenden Schuljahr 2010/11 wird in Eisenberg eine Integrierte Gesamtschule eingerichtet, wofür die vorbereitenden Planungsarbeiten über das fachliche, pädagogische und organisatorische Konzept der neuen Schulform bereits in der „heißen" Phase sind. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden dann die IGS-Eingangsklassen im früheren Hauptschulgebäude unterrichtet. Die Realschule plus und die Realschule werden parallel zum Aufbau der IGS auslaufen. Und wenn alles planmäßig verläuft, wird der erste Abiturjahrgang zum 50. Jubiläumsjahr des Schulgebäudes 2018/19 von der Gesamtschule ins richtige Leben starten.

Ein Blick zurück: Nachdem in den 60er Jahren die Schülerzahl stark wuchs und die Pflichtschulzeit von acht auf neun Jahre angehoben worden war, beschloss der Stadtrat schon 1964 den Neubau einer neuen Volksschule im Kindchestal, denn die Pestalozzischule war an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Innerhalb von zwei Jahrzehnten hatte sich bis 1968/69 die Schülerzahl auf 900 verdoppelt. In der neuen Hauptschule wurden die Schüler in 24 Klassen unterrichtet, was einer Klassengröße von rund 38 Kindern entsprach. Nach der Grundsteinlegung 1967 dauerte es weitere zwei Jahre bis zum Einzug in den rund 4,2 Millionen Mark teuren Neubau. Die Schule wurde auf Vorschlag des Lehrerkollegiums nach dem ersten Bundespräsidenten „Theodor-Heuss-Schule" genannt. Der Name wird seit dem Ende der Schulform Hauptschule nicht mehr verwendet.

Info

Die offizielle Feier mit geladenen Gästen ist morgen Freitag, 17.30 Uhr, im Foyer der Schule. Die gemeinsame Jubiläumsparty (Ü 30) mit Livemusik der Gruppe Spätlees" beginnt um 18.30 Uhr in der Sporthalle der Realschule plus, Martin-Luther-Straße 12 (hsc)

 

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